Öffentliche Lebendigkeit: Mit Gesellschaft arbeiten, wenn Vertrauen ungleich verteilt ist
Öffentliche Institutionen sind auf das Vertrauen der Gesellschaft angewiesen. Doch Vertrauen entsteht selten dort, wo Beteiligung kaum Konsequenzen hat. In Zeiten von Polarisierung, schrumpfenden zivilgesellschaftlichen Räumen und umkämpfter Legitimität hängt öffentliche Vitalität auch davon ab, ob Institutionen wandlungsfähig bleiben, ohne ihre Fähigkeit zur Bereitstellung grundlegender öffentlicher Leistungen zu verlieren. Diese Session untersucht das Verhältnis zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft dort, wo es besonders fragil ist: wo Beteiligung ungleich verteilt ist, Misstrauen hoch ist und Erwartungen leicht enttäuscht werden. Zivilgesellschaft wird dabei als Teil einer weiteren Ökologie verstanden, durch die öffentliche Legitimität geschwächt oder erneuert wird. Die Teilnehmenden erkunden, wie Institutionen offen bleiben können und was Austausch unter Bedingungen von Polarisierung, Druck und Asymmetrie glaubwürdig macht.
In Zusammenarbeit mit Politics for Tomorrow & University of British Columbia